Demokratisierung der Meinungen – Zwischen Befreiung und Fragmentierung der Öffentlichkeit

Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, wie sich politische Partizipation, Meinungsbildung und demokratische Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter verändern. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Spannungsfelder moderner Demokratien: Wie hat die Digitalisierung die Möglichkeiten politischer Beteiligung erweitert? Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Entstehung von Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit? Wie verändern sich die Funktionen klassischer Medien, wenn jede und jeder selbst zum Sender werden kann? Welche Chancen eröffnet die Demokratisierung der Meinungsäußerung für gesellschaftliche Teilhabe und welche Risiken entstehen durch Fragmentierung, Emotionalisierung und die Verbreitung von Desinformation? Darüber hinaus wird untersucht, welche Bedeutung Bürgerengagement, politische Bildung und gemeinsame Debattenräume für das Funktionieren demokratischer Gesellschaften besitzen.

Neue Öffentlichkeit, neue Machtverhältnisse

Die moderne Demokratie lebt von der öffentlichen Debatte. Entscheidungen werden nicht allein in Parlamenten getroffen, sondern entstehen aus einem gesellschaftlichen Prozess des Austauschs, der Kritik, der Zustimmung und des Widerspruchs. Öffentlichkeit ist dabei jener Raum, in dem gesellschaftliche Fragen verhandelt werden. Wer über Öffentlichkeit verfügt, verfügt auch über Einfluss auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

Lange Zeit war dieser öffentliche Raum vergleichsweise stark strukturiert. Zeitungen, Rundfunkanstalten und später das Fernsehen bestimmten maßgeblich, welche Themen gesellschaftliche Aufmerksamkeit erhielten. Zwar existierten stets unterschiedliche politische und weltanschauliche Positionen, doch die Möglichkeit, diese öffentlich sichtbar zu machen, war begrenzt. Öffentlichkeit wurde weitgehend von professionellen Medien organisiert.

Dem gegenüber standen verschiedene Formen der Gegenöffentlichkeit. Gewerkschaftszeitungen, Parteimedien, Vereinszeitschriften, politische Bildungsorganisationen oder alternative Kulturmagazine boten jenen Gruppen eine Stimme, die sich in den dominierenden Medien nicht ausreichend repräsentiert fühlten. Gegenöffentlichkeiten waren ein wesentliches Element demokratischer Entwicklung, weil sie bestehende Machtverhältnisse hinterfragten und neue Perspektiven in die gesellschaftliche Debatte einbrachten.

Mit der Digitalisierung hat sich dieses Verhältnis grundlegend verändert. Die technischen Hürden zur Veröffentlichung eigener Inhalte sind nahezu verschwunden. Heute genügt ein Smartphone, um Gedanken, Analysen oder politische Forderungen potenziell einem Millionenpublikum zugänglich zu machen. Damit ist etwas eingetreten, das man als Demokratisierung der Meinungsäußerung bezeichnen kann.

Die große Erkenntnis dieser Entwicklung lautet: Heute kann grundsätzlich jede und jeder seine Meinung öffentlich kundtun – in einer Weise, die früher vor allem Journalist:innen, Kommentator:innen oder Herausgeber:innen vorbehalten war. Was einst auf den Meinungsseiten großer Zeitungen erschien, kann heute von jedem Menschen über soziale Medien, Blogs, Podcasts oder Videoplattformen veröffentlicht werden.

Diese Entwicklung stellt zweifellos einen demokratischen Fortschritt dar. Sie bedeutet eine Erweiterung gesellschaftlicher Teilhabe und durchbricht frühere Formen der Meinungshoheit. Gleichzeitig bringt sie neue Herausforderungen mit sich.

Die Verselbstständigung der Meinungspluralität

Ein wesentliches Merkmal der digitalen Öffentlichkeit besteht darin, dass sich Meinungen zunehmend von den ihnen zugrunde liegenden Informationen lösen. Früher waren Informationen und Meinungen in journalistischen Produkten stärker miteinander verbunden. Fakten wurden recherchiert, überprüft, eingeordnet und anschließend kommentiert. Heute begegnen viele Menschen zunächst Bewertungen, Kommentaren oder emotionalen Reaktionen und erst danach – wenn überhaupt – den zugrunde liegenden Informationen. Durch das Weglassen, Verkürzen oder Überspringen von Informationsinhalten hat sich die Meinungsbildung teilweise verselbstständigt. Meinungen verbreiten sich schneller als die Fakten, auf denen sie beruhen sollten.

Dabei entstehen unterschiedliche Formen öffentlicher Meinungsäußerung. Neben informierten Meinungen, die auf überprüfbaren Informationen und nachvollziehbaren Argumenten beruhen, finden sich aktivistische Positionen, die Menschen mobilisieren und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen wollen. Andere Meinungen dienen vor allem der Identitätsbildung und markieren die Zugehörigkeit zu einer politischen, kulturellen oder sozialen Gemeinschaft. Wieder andere definieren sich primär durch Opposition und Widerspruch gegenüber bestehenden Verhältnissen.

Besonders sichtbar geworden sind jene Meinungsformen, die von Zuspitzung und Emotionalisierung leben. Empörung entwickelt sich dabei häufig zu einem eigenständigen Kommunikationsprinzip. Digitale Plattformen verstärken diesen Prozess zusätzlich, da ihre Algorithmen Inhalte bevorzugen, die starke Reaktionen hervorrufen. Aufmerksamkeit wird zur entscheidenden Währung der Öffentlichkeit. Dadurch verbreiten sich emotionale und konfliktorientierte Positionen oftmals schneller als differenzierte Analysen. Am Ende dieser Entwicklung stehen nicht selten Hasskommentare, persönliche Angriffe und Formen der Herabwürdigung, die nicht mehr auf demokratische Auseinandersetzung, sondern auf Ausgrenzung und Feindbildproduktion abzielen.

Zwischen all diesen Formen bestehen fließende Übergänge. Die aktivistische Meinung kann zur Empörung werden, die Empörung zur Lagerbildung und die Lagerbildung schließlich zur Verachtung des politischen Gegners. Die eigentliche Herausforderung moderner Demokratien besteht daher nicht in der Existenz unterschiedlicher Meinungen – Meinungspluralität ist vielmehr ein Wesensmerkmal demokratischer Gesellschaften. Problematisch wird es erst dann, wenn Emotionalisierung, Empörung und algorithmisch verstärkte Aufmerksamkeitslogiken die faktenbasierte Diskussion verdrängen und die gemeinsame Grundlage öffentlicher Debatten erodieren lassen.

Die Krise der klassischen Medien

Parallel zur Demokratisierung der Meinungsäußerung hat sich die Stellung der klassischen Medien verändert. Über Jahrzehnte wurden Medien als „vierte Macht im Staat“ verstanden. Ihre Aufgabe bestand darin, politische und wirtschaftliche Macht zu kontrollieren, Missstände aufzudecken und relevante Informationen öffentlich zugänglich zu machen.

Heute haben viele Medienhäuser einen Teil dieser besonderen Stellung verloren. Einerseits konkurrieren sie mit einer Vielzahl neuer Kommunikationskanäle. Andererseits stehen sie selbst unter erheblichem wirtschaftlichem Druck.

In vielen Redaktionen soll immer weniger Personal immer mehr Inhalte produzieren. Die Folge sind schwierige Arbeitsbedingungen und ein zunehmender Zeitdruck. Darunter leiden zentrale journalistische Grundprinzipien: prüfen, nachprüfen, gegenprüfen. Das klassische Prinzip des „Checken, Rechecken und Doublechecken“ lässt sich unter diesen Bedingungen immer schwerer aufrechterhalten.

Gleichzeitig werden Inhalte aus Agenturen, sozialen Medien oder anderen Quellen häufig nahezu ungefiltert übernommen. Die Grenze zwischen Berichterstattung und Meinungsäußerung wird zunehmend unscharf. Viele Texte wirken eher wie Kommentare als wie klassische Nachrichten. Hinzu kommt die Nutzung neuer technischer Werkzeuge, etwa künstlicher Intelligenz, die zwar die Produktion von Inhalten beschleunigen, aber keine Garantie für journalistische Qualität darstellen.

Gleichzeitig haben sich Teile der Medienbranche von ihrer ursprünglichen Rolle als Kontrollinstanz entfernt und zu Produzenten permanenter Aufregung entwickelt. Die Jagd nach Klicks, Likes und Reichweite führt dazu, dass immer neue Empörungswellen erzeugt werden müssen. Was früher eine Randnotiz gewesen wäre, wird heute zum „Skandal“, was früher eine Meinungsverschiedenheit war, wird zur gesellschaftlichen Grundsatzfrage hochstilisiert. Die Inflation der Empörung entwertet jedoch den Begriff des Skandals selbst. Wenn alles skandalisiert wird, erscheint am Ende nichts mehr wirklich bedeutsam. Dadurch verlieren Medien nicht nur an Glaubwürdigkeit, sondern auch an ihrer einstigen Funktion als ernstzunehmende Vermittler gesellschaftlich relevanter Informationen.

Die Logik der Empörung

Ein prägendes Merkmal digitaler Öffentlichkeiten ist die Dynamik der Empörung. Häufig beginnen politische Debatten mit berechtigter Kritik an gesellschaftlichen Missständen. Historisch waren es oft progressive, linke oder soziale Bewegungen, die Ungleichheiten sichtbar machten und notwendige Veränderungen anstießen.

Doch die digitale Verstärkung solcher Prozesse führt häufig zu einer Eskalationsspirale. Aus Kritik wird Empörung. Aus Empörung entsteht Mobilisierung. Aus Mobilisierung entwickelt sich Lagerbildung. Aus Lagerbildung erwachsen Feindbilder. Schließlich können Hasskommunikation und persönliche Angriffe entstehen. Empörung erzeugt Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit erzeugt Reichweite. Reichweite wiederum verstärkt die Empörung.

Digitale Plattformen belohnen diese Dynamik zusätzlich, weil emotionale Inhalte häufiger geteilt und kommentiert werden als sachliche Analysen. Dadurch entstehen kommunikative Räume, in denen Lautstärke oftmals mehr Sichtbarkeit erhält als Argumentationskraft.

Bücher als Motoren gesellschaftlicher Mobilisierung

Die Aufforderung zum Mitmachen, Dagegensein oder zur Empörung ist keineswegs eine Erfindung sozialer Medien. Bereits Bücher, Flugschriften und politische Essays dienten über Jahrhunderte hinweg dazu, Menschen zu mobilisieren, Missstände sichtbar zu machen und gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Karl Marx und Friedrich Engels riefen zur Organisierung der Arbeiterbewegung auf, Rachel Carson mobilisierte gegen Umweltzerstörung und Naomi Klein gegen die Macht globaler Konzerne.

Auch zahlreiche Demokratietheoretiker und Gesellschaftskritiker verfolgten ähnliche Ziele. Von John Dewey über Benjamin Barber und Oskar Negt bis hin zu Stéphane Hessel, David Van Reybrouck, Colin Crouch, Robert Putnam, Erhard Eppler sowie Armin Schäfer und Michael Zürn zieht sich ein gemeinsamer Gedanke: Demokratie lebt nicht von passiven Zuschauer:innen, sondern von Menschen, die sich informieren, diskutieren, organisieren, protestieren und politisch einmischen. Sie warnten vor politischer Entfremdung, dem Verlust öffentlicher Debattenräume, schwindender Beteiligung und einer Demokratie, die sich zunehmend von den Bürger:innen entfernt. Gleichzeitig warben sie für mehr Mitsprache, zivilgesellschaftliches Engagement, Protestkultur und eine aktive Öffentlichkeit.

Diese Werke schufen Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit, mobilisierten Zustimmung ebenso wie Widerspruch und regten Menschen dazu an, bestehende Verhältnisse zu hinterfragen. In gewisser Weise erfüllten sie damit dieselbe Funktion, die heute soziale Medien übernehmen: Sie verbreiteten Ideen, erzeugten Aufmerksamkeit und forderten gesellschaftliche Reaktionen heraus. Der entscheidende Unterschied liegt weniger in der Funktion als in der Geschwindigkeit. Was früher durch Bücher, Zeitschriften, Gewerkschaften, Vereine oder politische Bildungsarbeit über Monate und Jahre hinweg entstand, verbreitet sich heute innerhalb weniger Stunden über digitale Netzwerke und erreicht ein Vielfaches an Menschen.

Die Bedeutung gemeinsamer Debattenräume

Die Demokratisierung der Meinungsäußerung macht gemeinsame Räume des Austauschs wichtiger denn je. Eine demokratische Gesellschaft benötigt Orte, an denen unterschiedliche Positionen aufeinandertreffen können, ohne dass jede Diskussion sofort in abgeschottete Lager zerfällt.

Veröffentlichungsmöglichkeiten für eigene Meinungen, Analysen und Forschungen sind dabei unverzichtbar. Zugleich braucht es Plattformen, die Diskussion ermöglichen und unterschiedliche Perspektiven zusammenführen.

Ein gelungenes Beispiel dafür ist die Zeitschrift „Die Zukunft“, die seit nahezu acht Jahrzehnten Raum für politische, gesellschaftliche und ideologische Debatten bietet. Dort wechseln sich theoretisch anspruchsvolle Beiträge mit allgemein verständlichen Diskussionen aktueller Fragen ab. Solche Publikationen schaffen Verbindungen zwischen Wissenschaft, Politik und gesellschaftlicher Praxis.

Darüber hinaus braucht es politische Bildungsarbeit, Vereine, Gewerkschaften, Diskussionsveranstaltungen, Bürger:innenforen und kulturelle Einrichtungen als Orte demokratischer Öffentlichkeit. Ebenso wichtig ist, dass diese Räume tatsächlich genutzt werden. Demokratie lebt nicht allein von Institutionen, sondern von Menschen, die sich informieren, diskutieren und engagieren.

Fazit

Die Entwicklung der digitalen Öffentlichkeit hat die Meinungsbildung tiefgreifend verändert. Die frühere Dominanz weniger publizistischer Akteur:innen wurde durch eine nie dagewesene Vielfalt von Stimmen ersetzt. Heute können Menschen ihre Ansichten öffentlich vertreten, Forschungsergebnisse veröffentlichen und politische Forderungen formulieren, ohne auf die Zustimmung klassischer Medien angewiesen zu sein.

Diese Demokratisierung der Meinungen stellt einen historischen Fortschritt dar. Sie beendet Formen der Meinungshoheit und erweitert die Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe.

Gleichzeitig entstehen neue Probleme: die Verselbstständigung von Meinungen gegenüber Informationen, die Fragmentierung öffentlicher Debatten, die Dynamik der Empörung, die Schwächung journalistischer Vermittlungsleistungen und die Verbreitung von Hasskommunikation.

Die Herausforderung unserer Zeit besteht daher nicht darin, zur alten Ordnung weniger Meinungsmacher:innen zurückzukehren. Vielmehr geht es darum, die neue Freiheit der Meinungsäußerung mit einer Kultur der Verantwortung, des Dialogs und der demokratischen Beteiligung zu verbinden. Nur wenn Meinungspluralität von gemeinsamer Öffentlichkeit begleitet wird, kann die Demokratisierung der Meinungen zu einer Stärkung der Demokratie werden.

Literaturverzeichnis

Barber, Benjamin R. (1984): Strong Democracy. Participatory Politics for a New Age. Berkeley: University of California Press.

Crouch, Colin (2004): Post-Democracy. Cambridge: Polity Press. Deutsch: Postdemokratie. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008.

Dahrendorf, Ralf (1986): Lebenschancen. Anläufe zur sozialen und politischen Theorie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Dewey, John (1927): The Public and Its Problems. New York: Henry Holt and Company. Deutsch: Die Öffentlichkeit und ihre Probleme. Hamburg: Philo Fine Arts, 1996.

Eppler, Erhard (2012): Die Kunst des Aufstehens gegen die Verhältnisse. Berlin: Ullstein Verlag.

Hessel, Stéphane (2010): Empört Euch!. Berlin: Ullstein Verlag.

Möller, Judith; Wettstein, Martin; Wirth, Werner (Hrsg.) (2024): Gefühlte Wahrheiten, gefühlte Mehrheiten. Wie soziale Medien unsere politische Wahrnehmung verändern. Wiesbaden: Springer VS.

Negt, Oskar (1971): Politik als Protest. Reden und Aufsätze zur politischen Soziologie. Frankfurt am Main: Europäische Verlagsanstalt.

Putnam, Robert D. (2000): Bowling Alone. The Collapse and Revival of American Community. New York: Simon & Schuster.

Schäfer, Armin; Zürn, Michael (2021): Die demokratische Regression. Die politischen Ursachen des autoritären Populismus. Berlin: Suhrkamp Verlag.

Van Reybrouck, David (2013): Tegen verkiezingen. Amsterdam: De Bezige Bij. Deutsch: Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist. Göttingen: Wallstein Verlag, 2016.

WOLFGANG MARKYTAN ist Bundesbildungsgeschäftsführer der SPÖ, Mitglied des Bundesrates und seit über zwei Jahrzehnten in der politischen Erwachsenenbildung tätig. Als regelmäßiger Leser und Autor der Zukunft veröffentlicht er Beiträge zu politischen, historischen und gesellschaftlichen Themen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Demokratie, politische Partizipation und die Frage nach dem „Warum“ gesellschaftlicher Entwicklungen. Ideologisch versteht er sich als Vertreter eines positivistischen Neo-Populismus, der gesellschaftliche Aufklärung, demokratische Beteiligung und sozialen Fortschritt miteinander verbindet.

Heraus zum 1. Mai!

Gemeinsam feiern wir unsere Stärke ! Der 1. Mai ist unser Tag – ein Tag voller Zusammenhalt, Hoffnung und gelebter Solidarität. Seit Generationen gehen wir gemeinsam auf die Straße, um für faire Chancen, gute Arbeit und ein würdiges Leben für alle einzustehen.

Wien zeigt jeden Tag, wie stark wir sind, wenn wir füreinander da sind – im Alltag, im Beruf und in unseren Nachbarschaften. Genau diese Energie macht unsere Stadt so besonders.

Mit Freude, Mut und Zusammenhalt gestalten wir weiter eine Zukunft, in der alle gut und sicher leben können – mit leistbarem Wohnen, guter Bildung und einem starken sozialen Netz.

Lass uns das gemeinsam feiern und sichtbar machen! Sei dabei und setz mit uns ein starkes Zeichen für Gerechtigkeit und Miteinander. Hoch der 1. Mai! Heraus zum 1. Mai!

Vollgas bis zum letzten Tag…

Heute durfte ich eine über 18jährige Tätigkeit abschließen und auch am letzten Tag nochmals die Kleingarten Kommission in Hernals leiten. Ich bedanke mich für die Möglichkeit und für die vielfältige Unterstützung. Danke an die SPÖ Hernals dafür, das sie mich aufgestellt haben und dass ich als Klubvorsitzender für sie arbeiten durfte. Und Danke an alle Klubvorsitzende der anderen Parteien, wir haben Hernals immer vor die Parteiinteressen gestellt. Danke für die Unterstützung des gesamten Büros in der Bezirksvorstehung! DANKE, DANKE, DANKE!

Neuer Artikel für die Zeitschrift „Die Zukunft“: Die Sozialdemokratie und ihr Verhältnis zum Sport

In wenigen Tagen wird ein neuer Artikel von mir publiziert. Wie schon sehr oft, habe ich dazu die Zeitschrift „Die Zukunft“ auserwählt.

Die Ausgabe zum Thema „Sport und Politik: Vom Fußball“ wurde unter anderem von Bernd Herger herausgegeben und handelt über die beiden wichtigsten Lebensbereiche von mir.

Ich habe dafür meine Diplomarbeit verwendet und diese kurz zusammengefasst.

Weitere Infos: https://diezukunft.at/category/autorinnen/markytan-wolfgang/

Buchpräsentation und mein Buchbeitrag in „Sozialdemokratie. Positionen und Perspektiven“

Mehr als drei Dutzend Beiträge von Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Medien und Politik, haben eines zum Ziel: Die Leserinnen und Leser mitzunehmen und zu kritischen Diskussionen anzuregen – innerhalb und außerhalb der Sozialdemokratie. Dabei geht es immer um Fragen, wie unser Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft gestaltet wird, wie Freiheit verteidigt und Gerechtigkeit gelebt wird. Bildung und Sicherheit spielen eine Rolle, ebenso wie die Stärkung des gemeinsamen europäischen Projektes.

Ich durfte dazu den Beitrag: „Die Aufgaben der SPÖ Bildung: Ein bunter Strauß“ erarbeiten.

Mit Beiträgen von:
Hannes Androsch
Jean Asselborn
Andreas Babler
Hannah M. Buchinger
Hannah Czernohorszky
Peter Filipczak
Heinz Fischer
Andrea Grisold
Friedrich Klocker
Sebastian Klocker
Michael Ludwig
Wolfgang Maderthaner
Wolfgang Markytan
Markus Marterbauer
Manfred Matzka
Willi Mernyi
Karin Moser
Bernhard Müller
Ewald Nowotny
Philipp Ovszenik
Stefan Pehringer
Wolfgang Petritsch
Karl Pichelmann
Mario Pichler
Barbara Prainsack
Evelyn Regner
Franz Reissner
Oliver Röpke
Käthe Sasso
Günther Sidl
Gerhard Schmid
Marcus Schober
Rudolf Scholten
Christine Scholten
Korinna Schumann
Martin Schulz
Elisabeth Springler
Paul Stich
Edward Strasser
Kurt Stürzenbecher
Thomas Szekeres
Bernhard Wrabetz
Gerhard Zeiler

Wiener Konferenz 2023 Bildung. Zukunftsstark.  

Schon unsere Vorgänger*innen im Roten Wien der 1920er Jahre erkannten Bildung als Schlüssel für Chancengerechtigkeit und als notwendiges Mittel, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu schließen. Auf den Ideen und Reformen Otto Glöckels sowie vieler anderer sozialdemokratischer Vordenker*innen aufbauend haben wir Wien zu einer Vorzeigestadt in Sachen Bildungsgerechtigkeit gemacht.

Bildung bedeutet Chancen und ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und für ein selbstbestimmtes Leben. Als Wiener Sozialdemokratie stehen wir für den gerechten Zugang zu qualitätsvoller Bildung für alle. Allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Einkommen, soll in jeder Lebensphase die beste Bildung und Ausbildung offenstehen.

Weil beste Bildung schon bei den Kleinsten beginnt, hat Wien als erstes Bundesland 2009 den beitragsfreien Kindergarten eingeführt. Seit Herbst 2020 ist auch der Besuch der Ganztagsschule in Wien kostenfrei. Darüber hinaus investiert Wien Millionen in die Ausbildung und Anstellung von Lehrlingen. Der Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds ermöglicht nicht nur das Nachholen von Bildungsabschlüssen, sondern bietet auch ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildung in den vielfältigsten Bereichen für alle Wiener*innen. Das Beispiel Wien zeigt: Wo die Sozialdemokratie regiert, werden Zukunftschancen für alle Wirklichkeit.

Doch unsere Welt entwickelt sich rasant weiter. Neue Technologien, künstliche Intelligenz und Automatisierung verändern die Art und Weise, wie und was wir lernen. Wie gewährleisten wir, dass jede*r einzelne von diesen Entwicklungen gleichermaßen profitieren kann? Wie gestalten wir die Kindergärten, Schulen und die Erwachsenenbildung der Zukunft? Warum wird Bildung auch heute noch sehr oft über Generationen hinweg weitervererbt? Und wie schaffen wir es, noch bestehende bildungsbezogene Ungerechtigkeiten auszuräumen? All dies sind komplexe Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen.

Gemeinsam gehen wir jetzt den nächsten Schritt in eine chancengerechte Zukunft. Unter dem Motto: „Bildung. Zukunftsstark.“ widmet sich die diesjährige Wiener Konferenz dem Thema Bildung. In themenspezifischen Werkstätten beschäftigen wir uns mit vielfältigen bildungspolitischen Fragen rund um Elementarpädagogik, Schule, Erwachsenenbildung sowie mit Querschnittsthemen wie Mehrsprachigkeit, Inklusion und digitaler Bildung. Am Ende gießen wir unsere Forderungen in ein Bildungsportfolio – unser Positionspapier für ein gerechtes und hochwertiges Bildungsangebot für alle Menschen.

Gestalten wir eine Zukunft, die Chancengerechtigkeit für alle sicherstellt. Jeder Beitrag, jede Stimme und jede Idee zählt.

Berlin ist immer eine Reise wert

Bereits zum 2. Mal durfte ich in diesem Jahr nach Berlin reisen. Nach meinem Besuch im Februar zur Wiederholungswahl besuchte ich vom 3. bis 5. November die Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD. Bei einem umfassenden Rahmenprogramm besuchten wir neben dem DDR-Museum, die österreichische Botschaft, etliche politische Gedenkstätten, natürlich das Abgeordnetenhaus und trafen mit Bildungspolitiker*innen des deutschen Bundestages zusammen.

Die Eissaison naht… Sehen wir einander beim Engelmann wieder???

Vorbereitung auf die Eislauf Saison beim Engelmann. Wen von euch werde ich da auch treffen????


Die Geschichte der ersten Freiluft-Kunsteisbahn der Welt, die 1909 von Ing. Eduard Engelmann in Hernals, Wien, geschaffen wurde, markiert einen Meilenstein im Eissport. Von der improvisierten Eisfläche in Engelmanns Garten bis zur weltweit anerkannten Kunsteisbahn entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum für Eiskunstlauf und Eishockey.

Eduard Engelmann war nicht nur ein erfolgreicher Eissportler, sondern auch ein innovativer Unternehmer. Er gründete den ersten Eislaufverein, förderte zahlreiche Talente und setzte sich für die Verbreitung des Eissports ein. Sein Sohn, Eduard Engelmann Jr., führte die Tradition fort und realisierte 1909 die erste Freiluft-Kunsteisbahn der Welt.

Die Engelmann-Arena wurde zu einem Hotspot für Eisläufer und Eishockeyspieler, darunter viele Olympiasieger und Weltmeister. Karl Schäfer, ein berühmter Eiskunstläufer, wurde hier geboren und prägte die Eisrevue. Die Familie Engelmann spielte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des österreichischen Eissports, und die Kunsteisbahn blieb über die Jahre ein bedeutender Ort für den Eissport.